EINE EUROPÄISCHE Konferenz

2020 wird als das Jahr der Corona-Pandemie in Erinnerung bleiben – und damit auch als Jahr, in dem die Bedeutung des Wissenschaftsjournalismus für eine informierte Öffentlichkeit weltweit überdeutlich wurde. Einzelne Wissenschaftler*innen erreichen ein Millionenpublikum und wurden zu wichtigen Berater*innen für Politik und Öffentlichkeit. Zugleich verschärft die Pandemie die ohnehin prekäre ökonomische Situation vieler Medienhäuser. 

Die europäische Konferenz „Science Journalism in the Digital Age“ (SciCon) möchte vor diesem Hintergrund die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus in den Blick nehmen. Welches Selbstverständnis kann die Richtschnur für Qualitäts-Wissenschaftsjournalismus im digitalen Zeitalter sein? Welche Ansätze, welche Partnerschaften, welche Geschäftsmodelle tragen Wissenschaftsjournalismus in der Zukunft? Wie sieht ein konstruktives Wechselverhältnis zwischen Wissenschaftsjournalismus und Wissenschaft aus? Wie können Staat, Stiftungen und privatwirtschaftliche Akteure diesen Transformationsprozess mitgestalten?

Das Programm

Die SciCon unterteilt sich in zwei Stränge. In den kommenden Monaten werden Online-Vorträge stattfinden. Internationale Medienexpert*innen aus Kanada, den USA, Großbritannien und der Schweiz beleuchten aus unterschiedlichen Blickwinkeln mögliche Zukunftsoptionen für Qualitätsjournalismus. In mehreren dieser virtuellen Sessions werden gute Beispiele gelungener journalistischer Medienneugründungen vorgestellt. Wir werfen einen Blick auf staatliche Medienförderprogramme und widmen uns medienökonomischen und berufsethischen Fragen. Alle Vorträge werden live gestreamt, mitgeschnitten, transkribiert und auf der SciCon-Webseite dokumentiert. Auf diese Weise wird ein Wissensspeicher rund um die zentralen Herausforderungen entstehen, denen sich der Wissenschaftsjournalismus der Zukunft stellen muss.

Am 12. Mai 2021 wird in Freiburg eine SciCon-Arbeitskonferenz stattfinden. Dort wollen wir mit Journalist*innen, Vertreter*innen aus Medienhäusern, Stiftungen, Politik und Wissenschaft diskutieren, was wir vor diesem Erfahrungshintergrund praktisch tun können, um in Deutschland tragfähige Strukturen für den Wissenschaftsjournalismus von morgen zu schaffen.

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